Tag 6 – Schnappatmung

Einen Tag als Warmduscher verbracht, schon setzt die Schnappatmung bei der morgendlichen kalten Dusche wieder ein.

Ich mag keine „späten“ Termine zum Dienstbeginn – das reißt mich aus meinem Rhythmus. Entsprechend „produktiv“ war mein Arbeitstag.

Mich plagen Kopfschmerzen von einem verspannten Nacken. Frage mich, ob ich bei der ein oder anderen Yoga-Übung etwas zu übereifrig bin. Kopfschmerzen lassen Dank Tabletten zum Nachmittag hin nach – Yoga, ich komme.

Es wird warm in Deutschland!

 

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Tag 5 – Verschollen im Alltag

Nur so viel:

  • Haarewaschen geht definitiv noch nicht mit kaltem Wasser über’n Kopf. Also Warmduscher für einen Tag.
  • Die warme Dusche bremst meinen Elan für den ganzen Tag.
  • Wenigstens schaufle ich nicht wahl- und mengenlos in mich hinein.
  • Mein Yoga-Programm wird intensiver (=anstrengender). Ich bin zwar noch immer beim faulen Hund und auch den Bogen bekomme ich noch nicht ansatzweise hin, aber ich mache die Übungen intensiver und bewußter – seitdem merke ich Schweißbildung.
  • Ich mag die kleine Auszeit im Schlafzimmer nur für mich, auch wenn für den Herzblutjob danach noch etliche Pakete zu packen sind. Ich bin erstaunlich entspannt bei der Arbeit.
  • Die Bandscheibe macht gar keine Musik?

 

Tag 4 – Ist bald wieder Wochenende?

Ich bin echt müde – habe schlecht geschlafen. Mein Mann hat am Wochenende die Sommerbetten aufgezogen. Letzte Nacht habe ich erwartungsgemäß gefroren und dadurch gefühlt nicht wirklich tief und fest geschlafen. Mich nervt das Müssen-müssen eine halbe Stunde vorm Weckerklingeln, zumal ich nach dem Weckerklingeln noch gut eine halbe Stunde liegen bleiben kann. Ich werde als locker eine Stunde zu früh wach.

Zum Frühstück habe ich mir heute noch einmal leckeren Früchtequark mit den tollen Sommerobstsorten gemacht, die ich gestern gleich nachgekauft habe. Dazu gab es zwei Scheiben Vollkornknäcke – eine Wiederentdeckung in Malmö/Schweden – lecker und ordentlich crunchy. Reicht völlig. Ich war pappensatt (9 Uhr im Büro).

Die Quarkportion reicht sogar noch für morgen früh.

Gegen den kleinen Hunger kurz vor Mittag gab es eine halbe Ananas – ich liebe Obst.

Mittags gibt es „nur“ zwei Scheiben Vollkornbrot mit krümeligem Frischkäse und Tomaten – gestern Abend das erste Mal im Leben probiert und für lecker empfunden. Essen ist heute (ja, ich weiß, ungesund) nur nebenbei drin – beim Mann wartet eine Großlieferung für den Herzblutjob, die abgeholt werden muß. Da bleibt nur Zeit fürs Essen nebenbei.

Ich bin müde und möchte heim. Ist bald Wochenende?

Tag 3 – Ab in den Alltag

Ab heute wird sich zeigen, ob das Experiment auch im Alltag funktioniert. An freien Tagen ist man natürlich auch frei, was den Zeitpunkt der täglichen Yoga-Einheit angeht. Bei einem Fulltime-Hauptjob und einem Fulltime-Herzblutjob sieht das ganz anders aus. Da gehört Organisation und Planung dazu. Ich hoffe, einen guten Rhythmus zu finden.

Trotz der recht späten Uhrzeit, zu der wir gestern Abend den Weg ins Bett gefunden haben, war ich erstaunlich wach und ausgeschlafen.

Man glaubt gar nicht, wie schnell man sich an die morgendliche kalte Dusche gewöhnen kann – schon nach zwei Tagen ist die Schnappatmung auf ein erträgliches Maß zurück gegangen. Die Erfrischung tut gut – ich starte beschwingt in den Tag.

Zähneputzen in aufrechter Haltung und nur auf einem Bein hat zur Folge, dass die Zahncreme herrlich aufgeschäumt auf dem Hemd landet – großflächig. Zukünftig besser nackt Zähne putzen? Das läßt sich leichter abduschen und hält den Wäscheberg im Zaum.

Mein Vorsatz für heute: Kaffeekonsum drastisch zurückschrauben (eine Tasse zum Start im Büro und vielleicht noch eine am Nachmittag) und mehr Wasser trinken.

Ich hoffe, der Tag wird kein typischer Montag.

Bis zum Mittag habe ich sage und schreibe 0,75 l stilles Wasser geschafft, wow. Das ist ausbaufähig, aber am Nachmittag muß ich mich zurück halten, weil ich zum Feierabend einen auswärtigen Termin habe. Müssen-müssen im Kundentermin ohne Toilette ist doof!

Das Mittag (über die Firma gebucht) hielt nicht, was es versprach – keine leichte Küche. Ich bin pappsatt. Scheiß Erziehung, dass man aufessen muss, weil in Afrika Kinder verhungern. Das hat mich ein Stück weit dahin gebracht, wo ich heute bin.

Die Yoga-Einheit ist geplant, sobald ich daheim bin und eingekauft habe – ca. 18 Uhr. Danach Abendbrot und eventuell noch ein klein wenig Herzblut-Job (da liegt noch ein Auftrag, den es abzuarbeiten gilt).

13 Uhr und ich freu mich auf mein Bett – so viel zum Thema „Leichte Küche“ …

Plan erfüllt – Yogaeinheit absolviert, obwohl ich es trotz gleichen Programmes heute schon etwas anstrengender fand. Vielleicht war ich nach dem Bürotag auch einfach nur ein wenig geschafft.

Die Auftragsarbeit im Hauptjob hat Süßigkeiten im Gepäck. Hat gut geschmeckt – ich gebe es reuig zu.

Gute Nacht! Es ist noch hell (21:45 Uhr), aber ich bin rechtschaffend müde.

Tag 2 – Sonntagsruhe

Der Sonntag beginnt damit, dass wir gut und lange ausschlafen. Ganz ungewöhnlich für mich, dass ich bis 9:30 Uhr im Bett verharre.

Sonntagsfrühstück = Porridge. Endlich mal wieder Porridge! Scheiß Bequemlichkeit in den letzten Wochen.

Danach ein bisschen Blogpflege und Päckchenpacken für den Herzblutjob – Goodies für die Lieferungen der kommenden Woche (es werden einige); so bin ich gut vorbereitet und kann schneller weiter verpacken.

Heute Abend gibt es Spargel mit Schweinefilet und Sauce Holondaise – man gönnt sich ja sonst nichts. Das Zeug muss weg! Ich werde mir Mühe geben, nicht allzu sehr über die Strenge zu schlagen und absolviere vorher natürlich noch mein Pflichtprogramm.

Edit:
Oh, war das lecker.

Edit:
Beim Yoga schon deutlich entspannter; mein Bauch ist mir natürlich immer noch im Weg. Komme auch noch nicht einmal ansatzweise bei der Rückenschaukel, Mondsichel (oder wie auch immer diese Übung heißt) an meine Fußgelenke. Selbst meine Zehen scheinen in unerreichbarer Ferne.
Nach dem Programm noch ein bisschen durch Küche und Wohnung gewirbelt. Anfangs dachte ich, ich spüre Rückenmuskeln, mittlerweile bin ich mir beinahe sicher, dass es die Bandscheibe ist. Ich hoffe, das ist so etwas wie ein letztes Aufbäumen. So auf die Art: Ich will nicht, dass Du etwas für Deinen Rücken tust. Ich will Dir weiter weh tun.
Ich werde es im Auge behalten und beim Yoga-Programm etwas genauer auf die Rückenhaltung achten.

Jede Menge Literatur zum Yoga-Thema bestellt, inkl. neuer DVD – Ursula Karven ~ Yoga Everyday – das tägliche 15 Minuten-Programm steht somit fest. Jeden Wochentag widmen wir uns einer anderen Körperregion. Mein Geburtstagsgeschenk an mich selbst in diesem Jahr.

Morgen kehrt der Alltag zurück – ab morgen Alltag MIT Yoga!

Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Tag 1 – Ich starte

Samstag – wir schlafen aus. Ich bin seit gestern tiefenentspannt – vermutlich, weil ich nun endlich eine Entscheidung getroffen habe.

Eigentlich müße ich für den Herzblutjop noch ein Video drehen, aber ich habe es nicht eilig.

Frühstück wie immer am Samstag – zwei Brötchen, Butter, Marmelade, Honig und ein Ei. Das möchte ich auch beibehalten. Uneinsichtiger Verzicht ist nichts für mich – macht nur noch mehr Lust und Gier darauf.

Sonntags wird es zum Frühstück wieder Porridge geben – hatte ich viel zu lange nicht mehr – und wochentags Obstsalat, Müsli und Joghurt. Das habe ich in den letzten Wochen schleifen lassen – allmorgendliche Bequemlichkeit. Toast geht schneller!

Duschen – warum nicht wieder kalt?

Sehr gewöhnungsbedürftig, aber reine Gewohnheit. Ich fühle mich herrlich erfrischt und voller Tatendrang.

Einkaufen – vorbei am Süßigkeiten- und Kuchenregal. Langer Zwischenstopp am Obstbuffet – herrlich frische Sommerobstsorten im Angebot. Wagen voll gepackt mit Erd-, Him- und Blaubeeren, Ananas, Bananen, Kiwi und Tellerpfirsichen. Gemüse haben wir noch ausreichend im Kühlfach. Kein Eis – aber Quark (Magerquark – selbstredend).

Zum Kaffee gab es dann super leckeren und frischen Obstquark – selbst angerührt natürlich. Zum Thema Kaffee bin ich mir noch nicht sicher. Ich werde den Konsum erst einmal wieder reduzieren. Ganz einstellen bedeutet mindestens 3 Tage Kopfschmerzen wegen des Entzuges. Tabletten möchte ich momentan nicht zuführen, es war ohnehin zu viel in der letzten Zeit.

Heute Abend koche ich mir grünen Spargel mit Gnocchi – der Herr des Hauses geht Grillen im Stadtpark (im Park auf der Wiese zu hocken und auch zu essen … nichts für mich). So habe ich Zeit, Ruhe und Gelegenheit für meine erste Yoga-Einheit. Ich werde berichten.

Meine erste Yoga-Einheit mit Frau Fröhlich noch vor dem Abendessen. Puh, doch anstrengend – die Wallungen setzen richtig erst 10 Mnuten nach dem Training ein. Ich merke, WIE ungelenkig ich in den letzten 2 Jahren geworden bin. Das geht ja gar nicht. Mir ist mein Bauch im Weg und nimmt mir die Luft zum Atmen.

Morgen geht’s weiter.

Abends noch die Eisreserven vernichtet – natürlich nicht weg geschmissen.

Tag 0

Der Tag, an dem das Vorhaben zum Entschluss wurde – zum Entschluss, sich dem Experiment zu stellen.

Darf ich mich kurz vorstellen?

  • weiblich
  • 42 Jahre (genau noch eine Woche lang)
  • verheiratet, kinderlos (von meinem Mann mal abgesehen)
  • voll berufstätig in Haupt- und Nebenjob – der eine zum Broterwerb, der andere mit Herzblut
  • moppelig – mein Leben lang – mal mehr, mal weniger – im Moment mal wieder mehr, denn das Herzblut des Nebenerwerbs hat mangelnde Bewegung zur Folge und der Zwang zum Broterwerb den Hang zur Unzufriedenheit und seelischen Unausgeglichenheit

Soweit bin ich bereits selbst reflektiert.

Immerhin!

Damit ist das Problem aber eigentlich auch schon umrissen. Für die Midlife-Crises noch zu jung, aber trotzdem mit der Erkenntnis, nicht mehr wirklich fit und ausgeglichen zu sein, begab ich mich auf die Suche nach Veränderung – für Veränderung im Job ist es noch zu früh; sie wird aber unausweichlich kommen.

Diesen Zustand der Suche kenne ich seit Jahren von mir – immer mal was neues. Mein Mann betrachtet es immer mit einer gesunden Skepsisi, aber immerhin beim Vorhaben, mit dem Rauchen aufzuhören, habe ich ihn bereits überzeugt – vor mehr als 5 Jahren bereits.

Auch in Richtung Sport und Gewichtsreduktion war ich bis vor knapp zwei Jahren auf einem guten Weg, mittlerweile aber auch wieder rückgewandt – soll heißen: mit steigender statt fallender Tendenz. Die Tendenz ist mittlerweile ein Fakt und sicher eines meiner Probleme, aber wohl nicht das vordergründigste, denn sonnst hätte ich mir heute wohl kaum einen Badeanzug in zwei Nummern größer gekauft und in entsprechender Größe auch neue Klamotten bestellt. Ich gehe davon aus, dass sich erst einmal nicht viel verändern wird – und wenn doch … so what, kaufe ich eben neu ein und dann mit einem besseren als dem Gefühl der Resignation.

Mein eigentliches Problem ist die mangelnde Bewegung, das Überwinden des inneren Schweinehundes und ja, mit zwei Hauptjobs auch die fehlende Zeit. Da kann ich noch so gut organisiert sein – mein Herzblutjob nach Feierabend frisst enorm viel Zeit. Ich merke die Folgen mangelnder Bewegung nicht nur an meinem Gewicht, sondern auch an meiner allgemeinen Fitness, an meiner fehlenden Beweglichkeit, an meinem Rücken (Probleme mit meiner Bandscheibe sind mittlerweile alltägliche Realität), an meiner allgemeinen Unlust, an meiner allgemeinen Unzufriedenheit – kurz: Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden.

Also begab ich mich auf die Suche nach Abhilfe. Natürlich hatte ich schon einen Ansatzpunkt, über den ich mich näher informieren wollte.

YOGA hieß das Zauberwort.

Früher als esoterischen Blödsinn abgetan, habe ich mich jetzt mal etwas eingehender über Yoga informiert, habe (kurze) Erfahrungsberichte gelesen und bin dabei über das Moppel-Ich Susanne Fröhlich gestolpert, die sich vor einiger Zeit an einem ähnlichen Punkt in ihrem Leben befand, wie offensichtlich auch ich im Moment. Auch im Bekanntenkreis machten mittlerweile mehr Mädels in Yoga. Oder habe ich es vorher nur nie so wahrgenommen?

Ich bin nicht der Typ des lange Lesens, sondern will, wenn, dann auch ausprobieren. So habe ich mir kurzerhand die DVD der Madame Fröhlich, und weil es gleich dazu angeboten wurde, auch noch das dazugehörige Buch und die zweite DVD mitbestellt. Lieferung zwei Tage später – Ablage (nach einem kurzen Intermezzo auf dem Couchtisch) im Bücherschrank.

Das ist jetzt ca. 3 Wochen her.

Vom Lieblingsehemann kamen schon vorsichtig formulierte Anfragen wie: „Wolltest Du nicht mit Yoga anfangen?“

Ja, er meint es nur gut, ich weiß.

Der Auslöser, es gerade JETZT zu tun, war heute ein kurzer Blick in den Spiegel des Aufzugs im Einkaufszentrum, der mich erschrecken ließ – erschrecken über mich selbst und meine Körperfülle. Den Badeanzug habe ich mir DANACH ohne Anprobe gekauft – die Erkenntnis der neuen Konfektionsgröße hatte ich blitzartig. Komisch, eigentlich hatte ich gar nicht die Absicht, mir einen Badeanzug zu kaufen. Eigentlich wollte ich mir gar keine Klamotten kaufen.

Na ja, ein bisschen ist es denn dann wohl doch die Leibesfülle, die es mich nun mal mit Yoga probieren läßt.

Frau Fröhlich hatte während Ihres Experimentes ja auch den positiven Nebeneffekt einer Gewichtsreduktion – ganz ohne Diät, wie sie sagt. Ich für meinen Teil werde aber schon auf meine Ernährung achten (und hoffen, dass ich auch ganz automatisch die Lust auf Süßes, Kuchiges und Fettiges verliere) und das ein oder andere Schmankerl weglassen. Zudem hoffe ich, nun bald die ersehnte Küchenmaschine zu bekommen – auch kein Heilsbringer per se, aber ein Unterstützer allemal. Hoffe ich!

Soviel zu den Beweggründen!

Hier der Plan!

Drei Monate lange – gerechnet ab morgen, dem 06.06.2015 – täglich mindestens 15 Minuten Yoga.

Mehr nicht!

Aber auch nicht weniger!

Frau Fröhlich sagt: „Yoga macht etwas mit Dir!“

Ich hoffe es, Frau Fröhlich!

Und warum starte ich erst morgen? Ganz einfach, weil heute schon morgen ist und ich den gestrigen Tag, den ich mit dem Studium des Fröhlich’schem Buches und der Fröhlich’schem DVD verbracht habe, Revue passieren lasse, denn dies soll – so Plan Nr. 2 – ein Tagebuch zum Experiment werden. Woll’n sehen, wie sich das doppelte Bloggen und yogieren (Wie ist eigentlich das Verb für die Ausübung des Yogas?) mit Haupt- und Herzblutjob vereinbaren läßt.

Ich will das durchziehen – 3 Monate lang!

Und ich hoffe, nicht jeden Tag den Hang zum Romanschreiben zu haben.